Projekt Schachtausbau Herzogenrath - Stricker GmbH & Co. KG sichert Lichtloch auf den Hoheneich Stollen in Herzogenrath
Der Altbergbau in Nordrhein-Westfalen hat deutliche Spuren hinterlassen - Tausende von Tagesöffnungen müssen erfasst und gesichert werden. Im Rahmen
eines mehrjährigen Präventivprogramms der Landesregierung werden Gefahrenbereiche innerhalb der Kommunen in NRW erkundet, dokumentiert und gesichert. Auch
im „Alten Aachener Steinkohlenrevier“, wo der Steinkohleabbau 1997 endgültig eingestellt wurde, dauern die Sicherungsmaßnahmen vereinzelt noch an, da besonders die umgebenden Regionen der Stadt Aachen betroffen sind. So erhielt die Stricker GmbH & Co. KG im Februar den Auftrag, ein Lichtloch auf einem privaten Grundstück in Herzogenrath-Kohlscheid standsicher zu verfüllen.

Bei dem Lichtloch zur Bewetterung handelte es sich um eines der letzten Relikte aus dem Betrieb der Steinkohlengrube Hoheneich. Lage und Abmessungen des Schachtes waren durch vorausgehende Untersuchungen und Dokumentationen bereits bekannt, so dass die Mitarbeiter der Stricker GmbH & Co. KG schnell mit der Umsetzung des Auftrags der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg beginnen konnten.
Durch das Anlegen einer Teufgrube und einer anschließenden Teilverfüllung sollte der Lichtschacht dauerhaft standsicher verfüllt werden. Ergänzend hierzu wurde zum Schutz vor austretenden Grubengasen eine Tonabdichtung eingebracht.
Im Wesentlichen wurde neben der Herstellung eines Ringbalkens mit einem Durchmesser von 4,0 m die Abteufung der Baugrube zum Schutze einer Spitzbetonsicherung bis in eine Tiefe von rund 18 m ausgeführt. Hiernach erfolgte die Herstellung des Füllsäulenabschnitts unter- und oberhalb der Tonabdichtung. Ab einer Tiefe von 4,0 m wurde der Lichtschacht abschließend mit Kies verfüllt und die Oberfläche erneuert.
Besondere Herausforderung während dieser Arbeiten waren die beengten räumlichen Gegebenheiten auf dem privaten Grundstück, dessen Garten lediglich 200 m2 maß. Zudem erschwerte die nur 2,65 m breite Zufahrt die Anlieferung von ca. 180 m3 Füllmaterial auf das Grundstück. Dennoch konnten alle geplanten Arbeiten von den Mitarbeitern der Firma Stricker fristgerecht bis Ende März umgesetzt werden. Der ehemalige Lichtschacht auf den Hoheneich Stollen ist jetzt langfristig gesichert.
